Die Vereinsarbeit im Jahresrückblick
Fazit:
"Viel los trotz Corona ... "

Ein schwieriges Jahr geht zu Ende. Die Pandemie hat Veranstaltungen erschwert oder unmöglich gemacht und Begegnungen sind rar geworden. In der Lohgerberei haben nur einzelne Veranstaltungen stattfinden können, die regelmäßigen Nutzungen sind entweder komplett seit 2020 oder aus aktuellem Anlass der hohen Inzidenzen abgesagt worden. Lediglich das Educare Institut hat die Nutzung für Sprachkurse überwiegend aufrechterhalten, um die so dringend benötigten Deutschkenntnisse zu vermitteln.

Unsere Projektarbeit an Schulen und im landesweiten Antisemitismus-Projekt konnte zum Glück fortgesetzt werden. Die Finanzierungen dafür sind gesichert. Die 12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus, die schon langfristig mit unseren Kooperationspartnern vorbereitet war, wurde gestreckt auf ein Jahresprogramm mit zahlreichen interessanten, fast ausschließlich virtuellen Angeboten. Die 13. Regionalkonferenz ist bereits in Planung!

Gemeinsam mit der Stadt Mölln haben wir im Sommer Vertreter*innen von Betroffenen, Kommunen und Zivilgesellschaft aus Städten, die wie Mölln zu Tatorten rechtsextremer, rassistischer oder antisemitischer Gewalt wurden, zu einer Konferenz eingeladen. Ziel war die Gründung eines wachsenden Netzwerkes von betroffenen Städten, die gemeinsam an Konzepten zum Umgang mit den Opfern, dem Gedenken, aber auch mit den demokratie- und menschenfeindlichen Tendenzen in unserer Gesellschaft arbeiten. Wir verstehen uns als Gedenk- und Lernorte zu den o.g. Themen, die als Tatorte eine besondere Rolle einnehmen müssen. Die Städte Hoyerswerda, Rostock, Hanau und Solingen sowie der Bezirk Hamburg-Nord waren vertreten und die Gründung wurde einhellig befürwortet. Als ein Ergebnis für Mölln wollen wir den Diskurs mit Betroffenen der Möllner Anschläge vertiefen. Ein nächstes Netzwerktreffen wird 2022 voraussichtlich in Hanau stattfinden, weitere Städte sollen für die Idee gewonnen werden.

Das Highlight - wie schon im letzten Jahr - war unser Mini Folksfest, das in diesem Jahr auch bei besserem Wetter als 2020 stattfinden konnte und allen, die dabei waren, schöne Stunden im Innenhof des Stadthauptmannshofes bereitet hat – dem Orga-Team und allen Helferinnen und Helfern noch einmal ganz herzlichen Dank dafür, dass das möglich wurde! Das Landesprogramm „Neustart Kultur“ hat den finanziellen Rahmen geschaffen, ohne den solche Kulturevents nicht durchführbar sind.

In Präsenz konnte zuletzt am bundesweiten Vorlesetag, dem 19. November, eine Lesung mit Autor*innen der Gruppe „Daughters and Sons of Gastarbeiters“ stattfinden. Hoffentlich kann diese im kommenden Jahr mit mehr Publikum, gern auch vor Jugendlichen, wiederholt werden. Ein Buch mit Texten der Gruppe ist gerade erschienen: Grenzerfahrungen. Ein Lesebuch der Daughters and Sons of Gastarbeiters (ISBN 978-3-9817227-0-3).

Die Mitgliederversammlung für den Jahresabschluss 2020 hat endlich am 25. November in Präsenz stattfinden können. Es standen die üblichen Abstimmungen zum Jahresabschluss und die Vorstandswahlen an. Der Kassenbestand des Vereins ist erfreulich, die Prüfer hatten keinerlei Beanstandungen und so wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Bei der Vorstandswahl wurde der alte Vorstand bestehend aus Mark Sauer, Antje Buchholz und Gabi Bruhns sowie Labiba Ahmed und Jörg Geschke bestätigt. Axel Michaelis hat sich bereit erklärt, als beratender Beisitzer u.a. die Kontakte zu den Teams der Schulen ohne Rassismus zu halten und zu stärken.

Für das kommende Jahr gibt es bereits konkrete Projektideen zu Angeboten anlässlich des 30. Jahrestages der Möllner Brandanschläge, die gemeinsam mit weiteren Partnern geplant sind. Dazu werden wir Anfang des Jahres gesondert informieren.

Der Vorstand wünscht allen besinnliche, erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr. Wir freuen uns darauf, Sie/Euch bei Projekten und Veranstaltungen im nächsten Jahr zu treffen!

Bundesweiter Vorlesetag in Mölln
"Wir müssen uns jetzt entscheiden, wie wir in Zukunft zusammenleben wollen!“
Aus Anlass des bundesweiten Vorlesetages der Stiftung Lesen hat der Verein Miteinander Leben e.V. das Thema „Geschichten vom Ankommen und Bleiben“ bei einer Lesung in der Lohgerberei in den Fokus gestellt.

Drei Autor*Innen des bundesweiten Autoren-Netzwerkes „Daughters and Sons of Gastarbeiters“ waren aus Berlin angereist und hatten sehr persönliche Texte mitgebracht.

Zu Gast in Mölln anläßlich des bundesweiten Vorlesetages (vl.) Dr. Martin Hyun, Koray Yilmaz-Günay, Dr. Cicek Bacik
Zu Gast in Mölln anläßlich des bundesweiten Vorlesetages (vl.) Dr. Martin Hyun, Koray Yilmaz-Günay, Dr. Cicek Bacik

Eingangs schilderte Koray Yilmaz-Günay eindrücklich seine Empfindungen als Zuschauer beim NSU-Prozess gegen Beate Zschäpe und die Mitangeklagten.

In der Geschichte „Das Fenster zum Hof“ erzählte Dr. Cicek Bacik von ihren ersten Schritten heraus aus dem sicheren Umfeld der Familie in ein unabhängiges Leben. Fesselnd auch der letzte Text von Dr. Martin Hyun, der in seinem Brief an sein jüngeres Ich die Hürden bei der vielbeschworenen Integration benennt.

Er schreibt von den Hoffnungen seiner Eltern in eine gute Zukunft ihres Sohnes, wenn er nur gut genug lerne und sich ausreichend bemühe. Allen Bemühungen, einer hochkarätigen Ausbildung und seiner erfolgreichen Promotion zum Trotz berichtet er seinem jüngeren Ich von den vielen Rückschlägen, die durch Diskriminierung und Rassismus das Ankommen und den sozialen Aufstieg in der deutschen Einwanderungsgesellschaft verhindern oder mindestens erschweren.

Als Fazit der anschließenden Diskussion mit dem Publikum brachte Antje Buchholz vom Verein Miteinander Leben e.V. das Anliegen der Veranstaltung auf den Punkt: „Wir müssen uns jetzt entscheiden, wie wir in Zukunft zusammenleben wollen! Der Einzelne kann hier nicht genug ausrichten - es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, diesen Diskurs zu führen, damit nicht weiter die vielen Potentiale der Menschen mit Einwanderungsgeschichte ungenutzt bleiben und zu Frustrationen und Konflikten in der Gesellschaft führen."


Mölln liest „Geschichten vom Ankommen und Bleiben“ zum bundesweiten Vorlesetag

Zum bundesweiten Vorlesetag, der in diesem Jahr am 19.11.2021 unter dem Thema Freundschaft und Zusammenhalt steht, hat der Verein Miteinander Leben e.V. in Kooperation mit der Möllner Willkommenskultur und der Stadt Mölln Lesungen zum Thema „Mölln International - Geschichten vom Ankommen und Bleiben“ organisiert. 

Vormittags finden ein- bis mehrsprachige Lesungen in verschiedenen Kindertagesstätten und in der Astrid-Lindgren-Schule statt, nachmittags in den Offenen Ganztags-Angeboten der Schulen und in der Lohgerberei. Ausgewählt wurden altersgemäße Texte, die die Themen Reisen, Fremdsein und Akzeptanz zum Thema haben.

In einer öffentlichen Abendveranstaltung in der Lohgerberei um 19:30 Uhr will der Verein Miteinander Leben e.V. Geschichten rund um Migration in den Blick nehmen. Anlass ist das 60jährige Jubiläum des sogenannten Anwerbeabkommens zwischen der Türkei und der Bundesrepublik vom 31.10.1961. Im Kontext des 29. Jahrestages der Brandanschläge ist die Thematik passend, sind doch die betroffenen Familien ebenfalls in den 60er und 70er Jahren als Gastarbeiter nach Mölln gekommen.


© Neda Navaee

Neben Lesungen mit Cicek Bacik, Dr. Martin Hyun und Koray Yılmaz-Günay von der bundesweiten Autorengruppe „Daughters & Sons of Gastarbeiters“, die über die eigenen Erfahrungen und zu aktuellen Themen schreiben, werden Zitate aus Interviews mit in Mölln lebenden, Türkei-stämmigen Frauen und Männern aus dem Jahr 2009 vorgetragen, die deren Situation nach der Ankunft in Mölln als Gastarbeiter oder als deren Familienangehörige spiegeln. Ergänzt wird das Programm durch Lieder des Chorprojektes „POLITICALied“ des Vereins Miteinander leben e.V.. Der Eintritt ist frei. Es gilt die 3G-Regel, Zutritt nur für vollständig Geimpfte, Genesene und Getestete.


   © „Daughters & Sons of Gastarbeiters“
Cicek Bacik (im Bild oben), Dr. Martin Hyun (im Bild unten) und Koray Yılmaz-Günay von der Autorengruppe „Daughters & Sons of Gastarbeiters“ lesen in der Internationalen Begegnungsstätte „Lohgerberei“ zum bundesweiten Vorlesetag

„Der Bundesweite Vorlesetag ist seit 2004 Deutschlands größtes Vorlesefest und eine gemeinsame Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung. Jedes Jahr am dritten Freitag im November setzt der Aktionstag ein öffentliches Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens und begeistert Kinder und Erwachsene für Geschichten.“ Quelle https://www.vorlesetag.de/vorlesetag/


"Wir sind nicht still!"
Antirassistische Kundgebung
in Mölln am Reformationstag

Der Verein Miteinander leben e.V .richtet am diesjährigen Reformationstag die antirassistische Kundgebung „Wir sind nicht still!“ auf dem historischen Marktplatz in Mölln aus und setzt damit die Reihe von Demonstrationen für Menschlichkeit und Menschenwürde im Kreisgebiet fort. 

Die Kundgebung „Wir sind nicht still!“ wurde 2018 in Berkenthin von der dortigen „Willkommenskultur“ ins Leben gerufen und mit dem Termin des Reformationstages verknüpft. Inhaltlich richtete sie sich gegen den zunehmenden Rassismus in unserer Gesellschaft und gegen menschenfeindliche Haltungen im Kontext der Flüchtlingsdebatte. Rund 1.200 Menschen nahmen an dieser Kundgebung teil. Sie wurde 2019 mit rund 1.000 Teilnehmer*innen in Ratzeburg fortgeführt und sollte ursprünglich im Rahmen einer Staffelübergabe am Reformationstag 2020 in Lauenburg durchgeführt werden. Dies ließ sich wegen der Coronaregelungen allerdings nicht mehr umsetzen und wurde dort zunächst auf den Reformationstag 2021 verschoben, aus organisatorischen Gründen dann aber abgesagt. 

Daraufhin hat sich der Verein Miteinander leben e.V. angeboten, kurzfristig einzuspringen und die Kundgebung auf dem Marktplatz in Mölln zu organisieren. Dies bot sich an, weil der Verein auch im Organisationsteam für die geplante Lauenburger Kundgebung eingebunden war und bereits eigene Programmpunkte fest organisiert hatte. Die Verlagerung der Kundgebung nach Mölln wurde wiederum eng mit dem Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg abgestimmt, der durch Pröpstin Frauke Eiben ebenfalls im Organisationsteam vertreten ist.

So wird am 31.10.2021 um 12:00 Uhr gemeinsam zu einer rund eineinhalbstündigen Veranstaltung mit Redebeiträgen und Musik unter dem Motto „Herz einschalten – Rassismus ausschalten“ im Anschluss an die Reformationsgottesdienste eingeladen. Als Hauptredner konnte Dr. Cebel Küçükkaraca, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde Schleswig-Holstein e.V., gewonnen werden. Ebenso werden Pröpstin Frauke Eiben und Bürgermeister Jan Wiegels sprechen. Für die musikalische Begleitung werden die "Tinitussis" aus Hamburg, ein Folksfestgruß zur Kundegebung, sorgen sowie das Chorprojekt POLITICALied.

Die Kundgebung wird unter Berücksichtigung der Coronareglungen mit Masken- und Abstandspflicht durchgeführt.


Gründung eines bundesweiten Netzwerkes von Orten rassistischer Anschläge

Am 19. und 20. August trafen sich VertreterInnen aus Städten, die wie Mölln in ihrer Stadtgeschichte mit rassistischer Gewalt konfrontiert wurden und damit bis heute in Verbindung gebracht werden, um die Idee eines gemeinsamen Städtenetzwerkes zu beraten. Eingeladen hatten die Stadt Mölln und der Verein Miteinander leben e.V., der die Idee zu einer solchen Netzwerkgründung entwickelt hat. „Es ist an der Zeit, in bundesweiter Perspektive regionale Mahn- und Lernorte zu Rassismus bedingten Gefahren unserer heutigen Gesellschaft einzurichten. Hier können gerade betroffene Städte wie Mölln Zeugnis geben“, sagte Vereinsvorsitzender Mark Sauer zur Idee dieser Netzwerkgründung,



Hamburg-Nord, Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Solingen und Hanau folgten der Einladung und nutzen die Möglichkeiten zum gegenseitigen Kennenlernen bei einem gemeinsamen Stadtempfang mit Stadtrundgang und vor allem zum fachlichen Austausch. Eingebettet war das Treffen in das 16. Möllner Folksfest des Vereins Miteinander leben e.V., der die Gäste zum traditionellen Begegnungsabend in der „Lohgerberei“ mit internationaler Musik willkommen hieß und sie am zweiten Tag zu einem der Schulkonzerte der Reihe „Share my Music“ mit dem jiddischen Singer/Songwriter Daniel Kahn im Berufsbildungszentrum Mölln einlud. In der Kürze der zur verfügenden Zeit wurde intensiv am Thema einer Netzwerkgründung gearbeitet.

Dem gegenseitige Kennenlernen im Rahmen des 16. Möllner Folksfestes wurde an beiden Tagen viel Raum gegeben
Dem gegenseitige Kennenlernen im Rahmen des 16. Möllner Folksfestes wurde an beiden Tagen viel Raum gegeben
(vl.)  Michael Werner-Boelz, Bezirksamtsleiter HH-Nord, Möllns Bürgervorsteher  Jan Frederik Schlie, Stadt Hoyerswerda – Olaf Dominick, Büroleitung des Oberbürgermeisters von Hoyerswerda, Mark Sauer, Verein Miteinander leben e.V.,  Cindy Paulick, Projektleiterin bei der RAA Hoyerswerda/Ostsachsen,  Möllns Bürgermeister Jan Wiegels, Andreas Jaeger, Koordinator Opferbelange der Stadt Hanau, Daniela Tobias, Kommunales Integrationszentrum Solingen





Gemeinsamer Besuch beim Schulkonzertprogramm "Freedom is a Verb" von Daniel Kahn (re.)  und Yeva lapsker


Der Blick wurde zunächst auf die jeweils aktuelle Situation in den Städten gerichtet. Im Anschluss wurde über mögliche Ziele, Handlungsebenen, Themen, Zielgruppen und Projekte einer gemeinsamen Netzwerkarbeit diskutiert. Einig waren sich alle TeilnehmerInnen, dass ein solches Städtenetzwerk eine starke Botschaft gegen Rassismus im Land senden wird, die auch bundespolitische Bedeutung entfalten könnte. Diese Einschätzung wurde auch von Abgeordneten des Bundestages und des Landtages, die am Treffen teilnahmen, bestätigt. Als Ergebnis dieses Auftakttreffens in Mölln wurde vereinbart, gemeinsam diese Idee einer Netzwerkgründung voranzutreiben und weitere mitwirkende Städte mit vergleichbaren Erfahrungen zu rassistischer oder antisemitischer Gewalt zu gewinnen. Ein Folgetreffen in Solingen ist bereits in Aussicht gestellt.

16. Möllner Folksfest verklingt nach zwei Jahren mit internationalen Klängen aus Europa und der Welt

Mit zwei Schulkonzerten ist das 16. Möllner Folksfest am vergangenen Montag endgültig zu Ende gegangen, coronabedingt nach zwei Festivaljahren. Programmchef Jörg-Rüdiger Geschke blickt zufrieden auf den Verlauf des musikalischen Wochenendes unter dem Motto „WeltKlangEuropa“: „Wir konnten endlich wieder internationale Musiker in Mölln begrüßen und unserem Publikum europäischen Musiktraditionen neben Deutschland auch aus Dänemark, Polen, Tschechien und Italien präsentieren“, sagte Geschke mit Blick auf die vielen Einschränkungen, denen das 16. Möllner Folksfest im vergangenen Jahr gegenüberstand. Das Publikum im Möllner Stadthauptmannshof genoss die beiden Festivalabende sichtlich und honorierte die vielfältigen musikalischen Beiträge und Stile, die von verzaubernder Zithermusik über schwungvoll traditionelle Tanzweisen, leisen Volksliedern, in jiddischer Sprache gesungenen politischen Liedern bis zu bodenständigem Swing und Bluegrass aus dem Melting-Pod Amerika reichte. Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr aber auf der Durchdringung musikalischer Traditionen im Schmelztiegel Europa, beispielhaft auch im Projekt „Pomore“ mit der Musik der Pommern aus Deutschland, Polen und der Ukraine.

Michal Müller(li.) bezauberte mit seinem virtuosen Zitherspiel © Dieter Kahler
Michal Müller(li.) bezauberte mit seinem virtuosen Zitherspiel © Dieter Kahler

Das PoMore Tanzorkiestra (re.) zeigte, wie europäische Musiktraditionen zusammenwachsen © Dieter Kahler
Das PoMore Tanzorkiestra (re.) zeigte, wie europäische Musiktraditionen zusammenwachsen © Dieter Kahler

Das norditalienische Trio „KmZero“ begeisterte mit musikalischem Können und Charme © Dieter Kahler
Das norditalienische Trio „KmZero“ begeisterte mit musikalischem Können und Charme © Dieter Kahler

Dass internationale Musiker dabei immer auch voneinander lernen und miteinander musizieren können, bewies am zweiten Festivalabend der gemeinsame Auftritt von Jörg-Rüdiger Geschke mit dem böhmischen Zitherspieler Michal Müller und dem norditalienische Trio „KmZero“. In Solostücken und gemeinsamen Arrangements präsentierten sie norddeutsche, tschechische und friaulische Melodien mit großer Spielfreude. Diese wurde auch auf einer Stippvisite beim Bürgerfest zum 75. Landesgeburtstag auf der Festaktbühne am Schloß Gottorf in Schleswig präsentiert, als besonderer Folksfestgruß aus Mölln.

Europa im Einklang – Das Trio „KmZero“ aus Norditalien, Michal Müller aus Zschechien und Jörg-Rüdiger Geschke aus Mölln © Dieter Kahler
Europa im Einklang – Das Trio „KmZero“ aus Norditalien, Michal Müller aus Zschechien und Jörg-Rüdiger Geschke aus Mölln © Dieter Kahler

Eine internationale musikalische Folksfest-Delegation auf Stippvisite beim Bürgerfest zum 75. Landesgeburtstag auf der Festaktbühne am Schloß Gottorf in Schleswig © Verein Miteinander leben e.V.
Eine internationale musikalische Folksfest-Delegation auf Stippvisite beim Bürgerfest zum 75. Landesgeburtstag auf der Festaktbühne am Schloß Gottorf in Schleswig © Verein Miteinander leben e.V.


Auch die für die Festivalorganisatoren so wichtige politische Komponente fehlte auf dem 16. Möllner Folksfest nicht. Daniel Kahn und Christian Dawid präsentierten zum Ausklang des ersten Abends ihr Klezmer-Programm „Freedom is a Verb“ mit kraftvoll vorgetragenen, politisch aufrüttelnden Liedern aus unterschiedlichen Epochen vor dem Hintergrund eindrucksvoller Projektionen der jüdischen Künstlerin Yeva Lapsker. Kaum stillsitzen konnte das Publikum bei den Tanzmelodien der dänischen Gruppe „Mads Hansens Kapel“ oder der niedersächsischen Band „Front Porch Picking“ mit fetzigen Arrangements von echter Vintage-Musik aus Amerika.

Daniel Kahn und Christian Dawid setzten mit ihrem Klezmerprogramm „Freedom is a Verb“ politische Akzente auf dem Folksfest © Dieter Kahler
Daniel Kahn und Christian Dawid setzten mit ihrem Klezmerprogramm „Freedom is a Verb“ politische Akzente auf dem Folksfest © Dieter Kahler

Mads Hansens Kapel aus Dänemark und Front Porch Picking aus Niedersachsen sorgten für ausgelassene Stimmung an den beiden Festivalabenden in Mölln © Dieter Kahler

Mads Hansens Kapel aus Dänemark und Front Porch Picking aus Niedersachsen sorgten für ausgelassene Stimmung an den beiden Festivalabenden in Mölln © Dieter Kahler
Mads Hansens Kapel aus Dänemark und Front Porch Picking aus Niedersachsen sorgten für ausgelassene Stimmung an den beiden Festivalabenden in Mölln © Dieter Kahler


Eingerahmt waren die Festivalabende vom Schulmusikprogramm „Share my Music“, dass fester Bestandteil eines jeden Möllner Folksfestes ist. So besuchte die „Mads Hansens Kapel“ die Till-Eulenspielgel-Grundschule in Mölln, Zitherspieler Michal Müller die Grundschulen Ratzeburg und Sterley und das Trio „KmZero“ das Möllner Marion-Dönhoff-Gymnasium. Auch Daniel Kahn schloss sich an und gab ein Gastspiel im Berufsbildungszentrum Mölln, das zu intensivem Austausch über Glaube, Kunst und Identität mit den Schüler*innen führte.

Schulmusikkonzerte in der Region begleiteten unter dem Motto „Share my Music“ einmal mehr das Folksfestprogramm
Schulmusikkonzerte in der Region begleiteten unter dem Motto „Share my Music“ einmal mehr das Folksfestprogramm
© Verein Miteinander leben e.V.


Rückblickend auf das 16. Möllner Folksfest, das sich völlig ungeplant zu einer zweijährigen Musikreise entwickelte, mit teilweise ganz kleinem Publikum, mit weltmusikalischen Online-Formaten, durchaus auch mit Kopfschmerzen bei den Organisatoren, die sich Corona trotzend aber nie unterkriegen ließen, sagte Programmchef Jörg-Rüdiger Geschke: „Es war das außergewöhnlichste Festival der fast 30-jährigen Folksfestgeschichte. Dass wir nach all den Widrigkeiten zu so einem wunderbaren Abschluss finden konnten, verdanken wir neben all den ehrenamtlichen Helfer*innen vor allem auch dem Bundesprogramm NEUSTART KULTUR.“

16. Möllner Folksfest geht in die zweite Runde … dank „NEUSTART KULTUR“!

Im vergangenen Jahr musste sich das 16. Möllner Folksfest den Beschränkungen der Coronapandemie beugen. Nur mit viel Improvisationskunst und einem nimmer müden Helferteam konnte an zwei Sommerwochenenden etwas Folksfest-Flair auf die Kultur-Bühne im Möllner Stadthauptmannshof gezaubert werden, mit vielfältiger, nachdenklicher und mitreißender Musik von Dota, Gankino Cirkus, Stoppok, Staring Girl und Pabameto, coronakonform vor jeweils kleinem Publikum.

Komplett fehlen musste allerdings die europäische Note, die das Möllner Folksfest sonst immer auszeichnet, mit Musikbeiträgen aus Schleswig-Holsteins Partnerregionen in Europa. Verschärfte Quarantänebedingungen verhinderten hier jede Anreise- und Auftrittsmöglichkeit. Nur per Online-Botschaft konnten diese Musiker*innen ihre Grüße nach Mölln senden.

Das 16. Möllner Folksfest findet im August eine Fortsetzung im Möllner Stadthauptmannshof Foto: Jens Butz
Das 16. Möllner Folksfest findet im August eine Fortsetzung im Möllner Stadthauptmannshof  Foto: Jens Butz

Das 16. Möllner Folksfest findet im August eine Fortsetzung im Möllner Stadthauptmannshof Foto: Jens Butz Doch das 16. Möllner Folksfest ist noch lange nicht am Ende. Das Bundesprogramm „NEUSTART KULTUR“ hat sehr kurzfristig die Möglichkeit für einen zweiten Folksfestteil in diesem Sommer eröffnet, vor mehr Publikum und endlich auch wieder mit internationalen Gästen. Diese einmalige Chance haben die Folksfestorganisatoren ergriffen und dort einen Förderantrag erfolgreich vertreten. „Wir konnten uns in der Förderkategorie „Umsonst- und Draußen-Festivals“ qualifizieren und haben dort einen Zuschuss von 15.000 € erhalten, um unser 16. Möllner Folksfest abschließen zu können“, sagt Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V., tief durchatmend, weil normalerweise das Weltmusikfestival nur alle zwei Jahre organisiert werden kann. Aber Jörg-Rüdiger Geschke, Programmchef des Möllner Folksfestes, hat mit dem Hinweis auf die prekäre Situation von Musiker*innen in der Coronapandemie alle Beteiligten überzeugen können, sich noch einmal ehrenamtlich für ein zweitägiges Bühnenprogramm zu engagieren. Die Umsetzung ist ambitioniert. „Wir haben den Förderbescheid erst vor wenigen Tagen bekommen und wollen aber schon am 20. und 21. August 2021 auf der Kultur-Bühne im Stadthauptmannshof und in den Schulen der Region unser Programm präsentieren.“ Ein Vollstart ins Festival, der mit viel Erfahrung und einem gehörigen Schuss Improvisationskunst dem Folksfest-Team wieder gelingen wird.


12. Regionalkonferenz 2021
Rechtsextremismus & Demokratiestärkung

Das Programm der diesjährigen 12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratiestärkung umfasst verschiedene Online- und Präsenzveranstaltungen, die im Gegensatz zu früheren Konferenzen nicht an einem Tag, sondern im Zeitraum vom 8. Mai bis Ende September 2021 stattfinden werden.
 

Die in diesem Rahmen stattfindenden Vorträge, Workshops und Beteiligungsformate bieten Gelegenheit, miteinander darüber ins Gespräch zu kommen, vor welchen aktuellen Herausforderungen das demokratische Zusammenleben durch Rechtsextremismus gestellt wird und welche Antworten vor Ort darauf gefunden werden können. Die Regionalkonferenz will zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus und damit verbundene Phänomene insbesondere im ländlichen Raum stärken, Akteur*innen regional vernetzen und die gemeinsame Verantwortung für eine demokratische Kultur vor Ort fördern.

Wissensvermittlung für die Praxis • Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements • regionale
Vernetzung der Akteur*innen • Förderung der gemeinsamen Verantwortung vor Ort

Programm der 12. Regionalkonferenz


Den Auftakt der 12. Regionalkonferenz bildet der Online-Vortrag der Politikwissenschaftlerin und Publizistin Katharina Nocun zum Thema „Fake Facts“ am 08.05.2021, 10:00 Uhr, der sich damit auseinandersetzen wird, warum gerade in diesen Zeiten viele Menschen anfällig für Verschwörungsnarrative sind. An den Vortrag anschließen wird sich ein Austauschformat zum Thema für die Teilnehmer*innen der Konferenz (Veranstaltungsende ist 13:30 Uhr).

Den Fragen, wie wehrhaft Demokratie vor Ort ist und welche Handlungsmöglichkeiten die öffentliche Verwaltung hat, geht der Rechtsanwalt und Professor für Allgemeines Verwaltungsrecht Torsten Barthel gemeinsam mit Mitgliedern von Bündnissen gegen Rechts in dem Workshop „Wenn Rechtsextreme die Wiese pachten“ nach. Die Online-Veranstaltung findet am 07.06.2021, 17:00 – 20:00 Uhr statt.

Der Online-Workshop „Von Reichsflaggen und Friedenstauben“ am 10.06.2021, 17:00 – 20:00 Uhr wird angeboten von Lyn Blees und Johannes Marhold (Regionale Beratungsteams gegen Rechtsextremismus Schleswig-Holstein, AWO LV SH) und nimmt die gegenwärtigen „Corona-Proteste“ in den Fokus. Angesichts des heterogenen Protest-Milieus sollen in der Veranstaltung die verschiedenen ideologischen Anknüpfungspunkte zum Rechtsextremismus aufgezeigt und diskutiert werden.
Unter dem Motto „Ich gestalte meine Heimat mit“ findet im Zeitraum 05.07. – 09.07.2021 ein Jugend-Beteiligungscamp in Schönberg statt, das im Rahmen des Vernetzungstreffens von Jugendforen aus Nordwestmecklenburg, Wismar und Herzogtum Lauenburg angeboten wird.

Die Referent*innen Claudine Nierth (Mehr Demokratie e.V.) und Annegret Kühn (Bürger:innenRat für Zukunftsfragen (BfZ) zum Thema Arbeit) setzen sich in einer weiteren Präsenz-Veranstaltung mit dem Thema „Methode oder Wirksamkeit von Bürgerräten“ oder „Wer spaltet wird einsam“ auseinander. Die Veranstaltung findet im Fürstengarten der Stadt Lauenburg am 04.09.2021, 10:00 – 17:00 Uhr statt.

Der Online-Workshop „Gesellschaft dekolonialisieren? – Postkoloniale Perspektiven am Beispiel von anti-asiatischem Rassismus“ findet in Kooperation des Kultur- und Politikwissenschaftlers Dr. Kien Nghi Ha und der Initiative „Kiel Postkolonial statt (09.09.2021, 17:00 – 20:30 Uhr).

Abschluss der diesjährigen Regionalkonferenz bildet die Präsenzveranstaltung „Rechtsextremismus in Schulen“, welche als Informations-, Beratungs-, und Ideenbörse für Schulalltag und Unterricht am 29.09.2021, 10:00 - 16:00 Uhr in der Palmberghalle in Schönberg stattfinden wird. Zu den Referent*innen dieses Tages gehören Kurt Edler (Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik), das Team der Mobilen Aufklärungseinheit Extremismus in Mecklenburg-Vorpommern (MAEX) sowie das Team der Ausstiegs- und Distanzierungsberatung JUMP
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Flyer zur 12 Regionalkonferenz zum Download >>


Die Regionalkonferenz „Rechtsextremismus & Demokratiestärkung“ wurde 2012 in Ratzeburg ins Leben gerufen, als Ergebnis eines länderübergreifenden Fachaustausches von Städten und Gemeinden zum Thema Rechtsextremismus, der einen besorgniserregenden Erfahrungshorizont der Beteiligten offenbarte. Noch im gleichen Jahr wurde die Idee der jährlichen Regionalkonferenz entwickelt, als ein überregional arbeitendes Informations- und Vernetzungsformat, das im norddeutschen Raum an unterschiedlichen Orten stattfindet. Erklärtes Ziel war und ist dabei Menschen, die demokratische Werte leben und fördern und sich Rechtsextremismus vor Ort entgegenstellen, zusammen zu bringen und in ihrem Handeln zu stärken, zu qualifizieren und zu inspirieren. Der Erfolg des Formates von hochaktuellen Workshop-Angeboten, Vernetzung und Austausch sowie die positive Resonanz der Konferenzteilnehmer*innen führten in der Folgezeit zu einer wiederholten Auflage der Regionalkonferenz. So konnten bislang auf insgesamt elf Regionalkonferenzen eine Vielzahl von Multiplikator*innen und Akteur*innen gegen Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus handlungsorientiert informiert, überregional vernetzt und fachlich-inhaltlich fortgebildet werden. Die Regionalkonferenz wanderte dabei durch den norddeutschen Raum mit Stationen in Ratzeburg (2012, 2013, 2018), Lübtheen (2013), Grevesmühlen (2014), Bargteheide (2014), Lübeck (2015), Mölln (2015), Wismar (2016), Boizenburg (2017) und Lauenburg/Elbe (2019).


Die Regionalkonferenz Rechtsextremismus findet in diesem Jahr in Kooperation mit der Stadt Schönberg und den Partnerschaften für Demokratie Nordwestmecklenburg und Wismar statt und wird organisiert vom Verein Miteinander leben e.V., dem Ratzeburger Bündnis, dem Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Lübeck des AWO Landesverbands Schleswig-Holstein, dem RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg, der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen, der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Lauenburg und dem Fachdienst Familie und Schule, Kinder- und Jugendschutz des Kreises Stormarn.

Anmeldungen, die zur Teilnahme obligatorisch sind, sowie Informationen zur 12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratiestärkung sind unter www.regionalkonferenz.eu möglich. Die dort genannten Ausschlusskriterien der Veranstalter*innen sind gültig.

"Herz einschalten
Rassismus ausschalten"

"Herz einschalten - Rassismus ausschalten" ist der Titel einer Kampagne, die der Verein Miteinander leben e.V zusammen mit der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen"  kreisweit gestartet hat. 

Eckpunkt der Kampagne soll die Webseite www.herzein-rassismusaus.de werden. Auf ihr wird kreisweit über vorbildliche Aktionen und Programme gegen Rassismus und Vorurteile informiert und Menschen die Möglichkeit gegeben, sich in einem Videoportal mit selbstgestalteten Kurzbotschaften gegen den Rassismus in unserer Gesellschaft persönlich zu positionieren. Die Webseite soll dabei wachsen, in ihren Informationsangeboten und in ihrer Aussagekraft. Sie lädt zum Mitmachen ein, eigene Standpunkte zu zeigen, über eigene Erfahrungen zu berichten, eigene Ideen und Veranstaltungen darzustellen und will so selbst Ideenbörse für weiteres Engagement werden. Einmalige Aktionen finden auf ihr ebenso Raum, wie verfügbare Angebote für Schulen und Jugendgruppen in der Region, die zum Abbau von Vorurteilen beitragen wollen.


"Herz einschalten - Rassismus ausschalten" - Kunstplakate von Susan Arp
©  Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen

Ein erstes Beispiel steuerte die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen bei. Anlässlich der "Internationalen Wochen gegen Rassismus" wurden im Rahmen eines Wettbewerbes großformatige Kunstplakaten gestaltet und an zwei Standorten im Ratzeburger Stadtgebiet als weithin sichtbare Banner präsentiert. Die Motive von Susan Arp, Gesine Biller und Barthold Dunker wollen daran erinnern, dass Rassismus und Vorurteile immer noch in der Gesellschaft und in den Köpfen vieler Menschen gären. Gleichzeitig mahnen sie, achtsam zu sein, aufeinander, aber auch mit Blick auf die eigenen Gedanken, in denen sich viel zu schnell Vorurteile einschleichen und verfestigen können. Da ist häufig vor allem das Herz gefragt, um korrigierend einzugreifen, um Mitmenschlichkeit und Mitgefühl zu zeigen, anstatt abzulehnen und sich abzuwenden. Eine schöne Aktion, ganz im Zeichen der Kampagne "Herz einschalten - Rassismus ausschalten"..


"Herz einschalten - Rassismus ausschalten" - Kunstplakate von Barthold Dunker (li.), Susan Arp (Mitte) und Gesine Biller (re.) © Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen

"Wir wollen mit unserer Kampagne "Herz einschalten - Rassismus ausschalten" einen wesentlichen Arbeitsschwerpunkt in unserer "Partnerschaft für Demokratie" besonders voranbringen. Wir möchten motivieren, sich aktiv mit dem Thema "Rassismus" auseinanderzusetzen, eigene Aktionen zu entwickeln und sie mit unserer Unterstützung durchzuführen. Aber auch sich selbst einmal dazu Gedanken zu machen und diese öffentlich zu äußern. Wir wollen und müssen vorankommen gegen Rassismus und Vorurteile in unser Gesellschaft", sagt Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses der Partnerschaft für Demokratie.

Mark Sauer, Vorsitzender des Vereins Miteinander leben e.V., verbindet mit dem Kampagnenstart einen Aufruf: "Wir wollen mit dieser Kampagnenseite all jenen Menschen eine Plattform geben, die wie wir wollen, dass Rassismus in unserer Gesellschaft endlich überwunden wird. Hier können sie sich persönlich zeigen ... in Bild, Wort oder Taten."